CD REVIEWs

Irgendwas ist immer


CD Kritik von Roland Leicht

Auf der Internetseite von Prog-rock.info wurde unsere CD "Irgendwas ist immer" von Roland Leicht besprochen.

Mike Al Becker spielte bis zu einem Autounfall 1987 Gitarre in diversen Bands. Seit dem Unfall ist er querschnittsgelähmt, macht aber weiterhin Musik. Und zwar richtig gute Musik. Er übernimmt in seiner Band, die sich 'Die Simulanten' nennt, den Gesang und spielt dazu eine richtig geniale Blues-Harp (andere sagen auch schlicht Mundharmonika). Weiter zur Band gehören Marco 'Maggi' Maggiorelli (Gitarre), Andreas Krombholz (Bass) und Michael Gassmann (Drums ... den kennt man noch von Extrabreit). Musikalisch geht die Band ziemlich rockig zu Werke, wobei aber auch einige bluesige Momente nicht fehlen (vor allem wenn Mike Al Becker die Blues Harp auspackt). Passend dazu gibt es dann ausschließlich deutsche Texte, die teilweise autobiographisch sind ('Wut' oder 'Rollimann Reloaded') und auch zum Nachdenken anregen (sollen). Nimmt man nur den Song 'Rollimann Reloaded': Irgendwie kann ich's gar nicht verstehen wenn mich so die Leute ansehn. Manche starren mich wie ein Alien an und nur weil ich nicht mehr laufen kann. Irgend so'n Idiot ist zu schnell gerast und ist mir mal eben in die Karre gefahr'n es machte kurz mal knacks und das war's auch schon jetzt sitz ich hier im Stuhl und der darf weiterfahr'n. ... Wann zum Teufel werdet ihr kapier'n so'n Scheiß wie mir kann euch auch passier'n und das ganz schnell ... Freunde der (deutschen) Rock-Musik können hier bedekenlos zugreifen. Die CD fetzt von vorne bis hinten und auch die Blues-Sachen sind vom Feinsten (hört Euch nur mal 'Schwarze Seele' an ... wer da nicht begeistert ist, dem kann ich auch nicht helfen). Weitere Infos über die Band, Soundfiles und natürlich die CD selber gibt es auf der Homepage. Nicht unbemerkt möchte ich auch die Tatsache lassen, dass die CD ziemlich fett produziert wurde. Unbedingt reinhören und kaufen.

Text von Roland Leicht


CD Kritik von Georg Lögler

Auf der Internetseite Crossover-agm.de wurde unsere CD "Irgendwas ist immer" von Georg Lögler besprochen.

Und er rockt und ROLLT im wahrsten Sinne des Wortes elanvoll weiter: Mike Al Becker aus'm Ruhrpott, den wir mit seiner letzten CD hier vorgestellt hatten, legt hiermit die 4. vor. Treibenden Hard Rock gibt's gleich beim Titelstück der fähigen Band um den Sänger und Rollstuhlfahrer, der noch mal 'ne Schippe drauf legt im Vergleich zu "Da steh' ich drauf". "Wut" ist eines der beiden Stücke, in denen Mike sein Schicksal aufarbeitet und seinen dritten Reha-Besuch thematisiert, wobei er dabei trotz allem immer wieder Wortwitz beweist: "Ich dreh am Rad den ganzen Tag, und fahr voll ab auf Holzbelag"! Das zweite ist "Rolliman Reloaded", wo Mike einmal mehr appelliert an seine ignorante Umwelt: "Ich bin doch verdammt nur ein Rolliman, und Ihr seht mich an als wär' ich Schuld daran" Dabei erinnert er: "Irgend so'n Idiot ist zu schnell gerast, und ist mir mal eben in die Karre gefahr'n" Dabei sollte man die stets kompetent rockende Band unbedingt erwähnen: Die oft jaulende Gitarre von Marco Maggiorelli, der neu in der Band ist, der pumpende Bass von Dr. Andy Krombholz und der Takt gebende Drummer Michael Gassmann. Das ist authentischer Deutsch-Rock (oder Hard-Rock mit deutschen Texten) ohne Schnörkel und viel Firlefanz. Die Power und Energie von z.B. "Jetzt und hier" erinnert beispielsweise an die schnelleren Songs von den SCORPIONS ca. zur "Blackout"-Zeit 1982 - super! Eine abwechslungsreiche Dreiviertelstunde wird hier geboten, stets ansprechende, oft leicht nachdenklich machende Texte (höre: "Augenblicke"), die im Falle von "Schwarze Seele", einer irgendwie gearteten Abrechnung, sicher einer Erklärung in einem zukünftigen Interview bedürfen. Und im Falle von der Textzeile von "Für 5 Minuten Zweisamkeit würdest du glatt bis nach Meppen geh'n" den absoluten Brüller darbieten, der wohl jeden Fußballfan schmunzeln lässt. Es ist jedoch die Kombination der guten lebensbejahenden Texte und der treibenden Rockmusik, die einen nur zum Fazit kommen lassen kann, dass hier ein starkes Stück Rock eingespielt wurde.

Text von Georg Lögler


CD Kritik vom Colibri


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